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Allgemein

Be creative! Bleib am Ball! Oder?

Das ist eigentlich einer der schlimmsten Imperative, die es geben kann – beinahe so paradox wie “Sei spontan!”. Wie soll man auf Knopfdruck kreativ sein? Es ist kein einfaches Los, wenn man das tatsächlich sein muss.

Kreativität kann sich in vielerlei Dingen äußern. Letztlich bedeutet der Begriff das Erschaffen von Etwas beziehungsweise die erschaffende Kraft. Etwas, das laut antiker Vorstellung von den Göttern dem Mensch gegeben ist und diesen letztlich vom Tier unterscheidet. Damit ist auch der Begriff des Genius verknüpft. Das ist der göttliche Funke sozusagen. Wichtig ist jedoch der Gedanke, dass es sich um das Erschaffen von etwas handelt. Und dabei ist es auch nicht von Belang, ob es sich um Musik, Malerei, Fotografie, Poesie oder sogar Torten handelt. Letztlich kann jeder kreativ sein. Es reicht ja auch eine gute Portion Spaghetti mit Tomatensauce zu kochen – man erschafft ja etwas  – auch wenn die alten Griechen das sicher anders gesehen hätten.

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Zur Kreativität gehört freilich auch, Lust darauf und Lust daran zu haben, etwas zu erschaffen. Und diese Lust kann sich leider nicht auf Knopfdruck einstellen. Das ist etwas, woran viele in der Kreativbranche kranken. Es ist wichtig, dass sich jeder auch Pausen gönnt, sich nicht von Auftraggebern einschüchtern lässt. Freilich ein gutgemeinter Rat, der sich im beruflichen Umfeld nicht immer umsetzen lässt. Fristen müssen gehalten werden, Werke abgeliefert werden und wieder kommt jemand um die Ecke und legt dir was auf den Schreibtisch… wie soll man da in Ruhe arbeiten?!

Moment.

Arbeiten? Sehen die sogenannten “Unkreativen” überhaupt, dass das wertvolle Arbeit ist, die da geleistet wird? Sind Fristen und dergleichen überhaupt sinnvoll? Wie berechnet man das? Berechnet man das überhaupt? Alles unklare Fragen, die den Bereich “Kreativität” in der Bewertung recht unscharf erscheinen lassen. Das ist für manche gut und für manche nicht… Es gibt viele Fotografen beispielsweise, die Anfragen bekommen, wie: “Kannste das schnell mal knipsen, ich brauch davon ein Bild?!” oder “Ich lade dich ein, hab mal deine Kamera dabei, dann kannste mir hinterher Bilder geben.” Klar. Die fotografierende Person macht das im Idealfall aus Passion. Natürlich fotografiert man gern und ist bei dem Event dabei… Alllerdings ist Fotografie auch Arbeit insbesondere die Nachbearbeitung. Das sollte gewertschätzt werden.

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Aber wie macht man das? Wie bleibt man kreativ, wenn man liefern muss? Einfach so! Behalte deinen Rhythmus, behalte deine Arbeitszeiten. Manch einer ist drei Uhr nachts kreativ, der andere ist am liebsten früh im Büro, bevor alle anderen aufkreuzen. Jeder finde seine beste Zeit!

Zudem gilt auch immer eins: Wenn du fotografierst (und das nehmen wir als GAGAMOTO. jetzt mal in den Fokus), dann versuch, dich daran zu erinnern, warum du fotografierst. Ist es, weil dich die Bilder faszinieren? Ist es, weil du dieses oder jenes Motiv magst und es dir einfach aufnehmen willst? Ist es, weil du es möglichst schnell “teilen” willst? Es gibt viele Gründe und keiner ist besser oder schlechter als der andere. Diese Gründe gilt es, sich zu bewahren. Vergiss nicht, warum du angefangen hast!

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Weiterhin ist wichtig, sich mal was zu gönnen. Es gibt diese Bilder, die man sich immer wieder anschaut; an denen man immer wieder hängen bleibt. Und dann schaut man sich die Bilder auf dem Smartphone an oder auf dem Monitor. Schade eigentlich. Warum nicht einen Ausdruck wagen? Sei kreativ und drucke mal was aus! Häng es an die Wand oder kleb dir den Abzug klassisch an die Seite des Monitors (Schreibtischtäter wissen, was ich meine!). Zeig dir selbst, dass du deine Bilder wertschätzen kannst und gönn dir den großen Print. Sie sind es wert und du auch.

GAGAMOTO.

Deine besten Bilder.

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