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Landschaften

Eines der faszinierendsten fotografischen Sujets ist zweifelsohne die Landschaftsfotografie.  Da geht es von Details über riesige Gebiete, Spiel von Vordergrund und Hintergrund, Sonnenauf- und -untergänge bis hin zu Meer, Wolken, Stadtlandschaften und Industriegebieten. Glaubt man den Designern so manch einer Kamerapp für Smartphones bedeutet “Landschaft” einfach “Aufnahme im Querformat” (Kodak, ich schaue zu Euch!). Da würde ich so nicht mitgehen.

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Letztlich gibt es viele Spielarten der Landschaftsfotografie. Manch einer arbeitet da mit Stativ und vielen Aufnahmen, die zu einem Bild aufwändig arrangiert werden, manch einer knipst mal schnell aus der Hand. Immer wieder kommen dabei Aufnahmen heraus, die man sich eventuell an die Wand hängen möchte – Fotoposter sind da natürlich eine gute Idee. Dabei ist es wichtig, darauf zu achten, dass die Farben klar zu sehen sind. Liegt ein Grauschleier über der Aufnahme? Ist das Schwarz wirklich Schwarz? Diese Fragen ließen mich früher oft zum Diafilm greifen. Der wurde dann etwas knapper belichtet, manchmal unter Einsatz eines Polfilters für das “schöne Himmelblau”. In der Digitalfotografie geht man da etwas anders ran. Vieles, insbesondere die Farben, kann man im Nachhinein am Computer nochmal einstellen, bevor man die Bestellung der Poster aufgibt.

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Hmm. Idealerweise stimmt natürlich das meiste schon bei der Aufnahme. Es ist gut, wenn man sich die richtige Tageszeit aussucht. Steht die Sonne einfach direkt hoch am Himmel kann sich der geneigte Fotograf einfach in den Sonnenschein setzen und einen Espresso doppio genießen. Die Schatten sind dann kurz, der Himmel oft grell. Das ist für die meisten Aufnahmen nicht sehr günstig. Schöner wird es dann am Morgen oder am Abend, wenn die Sonne etwas tiefer steht. Die Schatten sind länger, die Sonnenstrahlen geben dem Bild etwas mehr Tiefe. Die Lichttemperatur ist zumeist etwas wärmer (Synästhesie, juchhee!).

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Ob man nun jemand ist, der lieber mit einem Ultraweitwinkel fotografiert und somit einen sehr tiefen Vordergrund schafft oder jemand, der lieber mit dem Teleobjektiv Landschaften verdichtet und damit irgendwie auch Weite zeigt – das ist sicher eine Frage des Geschmacks und der vorhandenen Ausrüstung. Wenn ich nur mit dem Smartphone bewaffnet in die Landschaft stapfe, kommt der Teleobjektivansatz nicht gut daher: Es ist schlicht nicht möglich.

Muss denn eigentlich Landschaftsfotografie ausschließlich im Querformat stattfinden? Ich denke, nicht! Letztlich kommt es auf das Motiv an. Vom Berg hinunter bietet sich auch durchaus mal das Hochformat an. Smartphonefotografen mal aufgepasst: Gleichzeitig muss man auch nicht alles im Hochformat fotografieren. Varianz ist immer gut… 😉

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Jetzt im Frühjahr steht die Sonne zumeist noch nicht so hoch. Das Grün grünt neu und frisch. Der Himmel ist (wenn das Wetter mitspielt) angenehm blau. Geht raus und fotografiert! Dann schnell hochgeladen und Zack! ist es da: Das Geschenk zu Ostern.

Elmar

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GAGAMOTO.

Deine besten Bilder.